Der Biber gilt als schwerer Workaholic, mutiger Wanderer und treuer Beziehungspartner. Als gelernter Architekt hat er die Fähigkeit ganze Landschaften umzugestalten. Die Indianer Nordamerikas nannten den Biber „kleinen Bruder“ - aufgrund seines Fleißes und seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten bei der Wasserstandsregulierung.  Im Zusammenleben mit dem ebenfalls architektonisch begabten Menschen kann es daher durchaus zu Konflikten kommen. 

Kennzeichen

  • größtes Nagetier Europas mit breitem, horizontal abgeflachten und schuppenbesetzten Ruderschwanz
  • plumper Körper hinten deutlich dicker als vorn, auf kurzen Läufen
  • durch spindelförmige Körperform, Ruderschwanz und Schwimmhäuten perfekt an das Leben im Wasser angepasst.
  • weit hervorstehende, große, orange-gelbe Nagezähne
  • kann bis zu 1,40 Meter lang und 35 Kilogramm schwer werden
  • braunes, sehr dichtes Fell mit etwa 23.000 Haaren pro Quadratzentimeter (Mensch: bis zu 600 Haare pro Quadratzentimeter) schützt vor Nässe und Auskühlung

 (Quelle: Rolfes/DJV)Die größte Gänseart, die in Mitteleuropa zu beobachten ist, stammt eigentlich - wie ihr Name schon sagt - aus Nordamerika. Gezielte Ansiedlungen in Großbritannien und Skandinavien führten diese Gänseart dann auch nach Deutschland. Hier brütet sie seit den 1970-er Jahren und ist vor allem in städtischen Parkanlagen mit Wasserflächen zu finden, aber auch die großen Seen sind mittlerweile ihre Heimat.  

Seit Ende der letzten Eiszeit in Mitteleuropa ausgestorben, führten die Römer vor ca 2.000 Jahren Damwild als kultisches Opfertier nach Mitteleuropa ein. Im Hochmittelalter war ein Damwildgehege am Burggarten eine begehrte Kostbarkeit und die Herrscher des Absolutismus bejagten Damwild als nur dem Adel vorbehaltenes Hochwild in groß angelegten Wildgattern.

auch: Reineke, Rotrock

 (Quelle: Rolfes/DJV)Der Rotfuchs ist bekannt wie kaum ein anderes Tier, seine sprichwörtliche List und Schläue wird in vielen Fabeln erzählt. Doch der Fuchs hat gelernt mit Vorsicht und Raffinesse dem Menschen direkt auszuweichen und doch eng mit ihm zusammen zu leben. In Großstädten auf der ganzen Welt lebt er auch inmitten urbaner Strukturen und zeigt dabei wie anpassungsfähig er ist.  

 (Quelle: Rolfes/DJV)Der Steinmarder ist ein sehr anpassungsfähiger und kletterfreudiger Kulturfolger, der Dachböden und Scheunen als Unterschlupf nutzt. Manche Steinmarder nagen gerne an Gummiteilen am Auto und werden umgangssprachlich dann als „Automarder“ bezeichnet. Aufgrund seines ausgeprägten Territorialverhaltens und seiner hohen Populationsdichte werden leer gefangene Reviere – vor allem im urbanen Siedlungsraum -  schnell wieder besiedelt.

Baum des Jahres 2015 ist der Feldahorn, der kleine Bruder der anderen Ahornarten wie Berg- Ahorn und Spitz-Ahorn. Der Feld-Ahorn fällt zunächst dadurch auf, dass er langsamer wächst als viele andere Baumarten und relativ klein und „knorrig“ bleibt im Vergleich zu Spitz- und Berg-Ahorn.

20 m Baumhöhe werden selten und dann erst nach langer Zeit erreicht (im Wald schafft er es gelegentlich bis 25 m, da die Nachbarbäume ihn nach oben zwingen).

Zudem wächst er meist mehrstämmig oder gar strauchförmig. Häufig treten kleine Gruppen des Feld-Ahorns auf, die entweder aus verschiedenen Samen entstanden sind oder aus einem Baum mit mehreren Stämmen bestehen.

 (Quelle: Ronald Slabke CC BY-SA 3.0  )Waldschnepfen gelten als eher untypische Watvögel, leben sie doch eher nicht in offenen Landschaften sondern am liebsten in etwas „unaufgeräumten“ Wäldern. Beim Ansitz hört der Jäger gern den Balzruf des Schnepfenmännchens - ein tiefes „quorr“, meist dreimal hintereinander, beendet von einem hohen „puitz“ - kündet es doch vom beginnenden Frühjahr.       

 (Quelle: Rolfes/DJV)Wird auch als Lampe, Löffelmann, Mümmelmann oder Krummer bezeichnet. Der Feldhase kann mehr als Ostereier bringen. Mit ihm verknüpft man lange Ohren (Löffel), weiches Fell und große Augen. Gern wird er als Figur des Osterhasens genutzt und erfährt in dieser Zeit viel Aufmerksamkeit. Doch so leicht bekommt man das scheue Tier gar nicht zu Gesicht. Durch sein Fell verschmilzt er förmlich mit seiner Umgebung und kommt man ihm zu nah, flüchtet er schnell und in zickzack Sprüngen. Der Feldhase ist ein spannender kleiner Bewohner unserer Felder.

 (Quelle: Kuczynski CC BY-SA 3.0  )Wird auch auch: Enok, Mangut, Ussurischer Waschbär, Waschbärhund oder Obstfuchs genannt. Der Marderhund ist ursprünglich in Europa nicht heimisch und damit ein Vertreter der Neozoen. Durch seine enorme Anpassungsfähigkeit kann er sich die verschiedensten Lebensräume in relativ kurzer Zeit erschließen. Der Mangel an natürlichen Feinden und sein hohes Fortpflanzungspotenzial begünstigte die Besiedlung weiter Teile Nord-, Ost- und Mitteleuropas in wenigen Jahrzehnten. Die Expansion des Marderhundes dauert immer noch an.

Wird a (Quelle: Rolfes/DJV)uch Großes Wiesel genannt. Wertvoller Hermelinmantel war bei Adelsherren beliebt. Das „Reinweiß“ der Pelze symbolisierte Unschuld und Reinheit. Dass weißes Fell nicht gleich unschuldig bedeutet, zeigt das zweitkleinste heimische Raubtier im Kampf mit seiner Beute: ein tödlicher Nackenbiss erlegt selbst Tiere, die größer als es selbst sind.